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Harzer Bergbau

Der Bergbau der mit dem Erzabbau ab 968 bei Goslar begann, brachte den ersten wirtschaftlichen Aufschwung im Harz. Diese Blütezeit dauerte bis 1235. Im 12Jh folgte der Bergbau im Mansfeldischer Land und im 13 Jh in den sieben Oberharzer Städten sowie im 14 Jh bei Stolberg. Es wurde zur Förderung grosse Mengen Wasser gebraucht, was zu Wasserspeicher - und Kanäle führte. Grosse Waldflächen wurden für den Holzkohlenbedarf (für Verhüttung der Erze) abgeholzt. Der 30 jährige Krieg sowie die Pest 1347 unterbrach jäh diesen wirtschaftlichen Aufschwung und entvölkerte den Oberharz fast. völlig. Im 16 Jh kam es zu einer neuen Bergbauperiode. Es musste durch viele Privilegien Facharbeitskräfte meistens aus dem Erzgebirge in die fast menschenleere Region angezogen werden. Zu diesen Privilegien (Bergfreiheit) zählten : Steuerfreiheit, freie Hand- Spanndienste, freie Wohnung sowie Bade - Holz - und Wochenmarktfreiheit. Von 1521-1554 erhielten St. Andreasberg, Zellerfeld, Wildemann, Lautenthal, Claustal und Altenau die Bergfreiheit. Von 1635 - 1805 war dies praktisch wie ein Oberharzer Bergstaat, geführt von einem adligen Berghauptmann. Das zweite  bedeutende Bergbaugebiet war der Cupferschieferabbau  im Mansfeldischen. Nach dem Erschöpfen der Erzvorkommen entwickelte sich Mitte des 19 Jh der Fremdenverkehr. Die Wiederaufforstung erfolgte oft in Monokultur mit der Fichte.

Bergmannstracht
dennertfichten bergmannstaufe

 Bergmannstracht

“Dennert-Fichten” Bergbauhinweistafel

Bergmannstaufe beim Harzfest

bergmannshochzeit

Bergmannshochzeit

bergmann

Historische  Tracht

lore zum erzabtransport

Erzabtransport

Silber - Blei - Zink - und Kupfererze wurden in den Oberharzer Bergbaustädte gefördert, vor allem aber in Goslar, wo eine der ergiebigsten Lagerstätten war. In geringen Mengen wurde hier auch Gold gefördert. In Bad Lauterberg waren es Schwerspat und Kupfererz, in Elbingerode Pyrit (Eisensulfat) und Roteisenerz, in Strassberg Silber Kupfer Blei Flur sowie Flußspat das aus der Erde geholt wurde. Der Rabensteiner Stollen bei Ilfeld war das Einzige Steinkohlebergwerk im Harz. In Elbingerode und Rübeland wird in der jüngsten Zeit Kalkstein abgebaut.

Bergmanstracht
bergparade bergandacht

Am Abend des dritten Advent wird in Bad Suderode seit einigen Jahren die traditionelle Bergparade mit anschliessender Bergandacht durchgeführt. Es ist ein erhabener und romantischer Anblick wenn der Bergmannszug mit den weissgekleideten Bergkindern und der Figur der Heiligen Barbara auf einer Lade voran im Lichte von Fackeln und Öllampen  durch den Ort maschiert. Es scheint sich von Jahr zu Jahr immer mehr zu einen Tourismushöhepunkt zu entwickeln.

Seit dem 15. JH kamen die sogenannten Venediger, fremde die in geringen mengen wichtige Mineralien wegführten z. B. Reagenzien für farbige Gläser. Diese Venediger setzten im 17. Jahrhundert bei Schierke einen Granitstein mit der Abbildung eines Mönches mit ausgestreckter Hand. Es sollte als Orientierungspunkt von insgesamt 11 Punkten umfassenden Schatzsuchprogramm sein. Sogar der Graf von Wernigerode-Stollberg beteiligte sich an dieser Schatzsuche, erfolglos

Harzer Klöster waren direkt (Zisterzienser) oder indirekt (Benediktiner) am Bergbau beteiligt.

Einige alte Standorte:

Steinkohle von Ilfeld und Meisdorf
Schwerspat von Lauterberg, Stollberg und Molmerswende
Kalkstein von Rübeland und Bad Grund
Dachschiefer von Goslar und Neuwerk (Rübeland)
Granit um Wernigerode (Strassen - und Eisenbahnbau)
Buntmetalle verarbeitet in Silberhütte
Eisenerze Verarbeitet in Mägdesprung

Noch aktive Betriebe:

Elbingerode - Schwefelkies
Rübeland - Kalk-und Zementwerke
Strassberg und Rottleberode - Flussspatgruben

Durch starke Monokulturbau von Fichten für den Bergbau kam um 1770 verheerende Borkenkäferplage

Um 1800 gab es 20 Hochofenstandorte (z.B. Schierke, Elend).Erster Standort war 1546 Ilsenburg. Allein die Bode trieb um 1800 mindesten 63 Wasseräder an.